Ein Ankertext ist ein Textbaustein, in dem ein Link hinterlegt wurde. Der Ankertext beschreibt also, was sich hinter einem Link verbirgt, wenn man darauf klickt. Falls du nicht weisst, was damit gemeint ist, kannst du dich hier über Ankertexte informieren.

Kurz erklärt: Ein Ankertext ist i.d.R. ein farblich gekennzeichneter Textebereich, hinter dem sich ein Link verbirgt (siehe oben). Ankertexte können auch dazu verwendet werden, um beispielsweise Beschreibungen, kurze Glossartexte oder Werbeeinblendungen aufzurufen, sobald der Nutzer darauf klickt. Bei Verweisen auf andere Webseiten wird in diesem Zusammenhang auch häufig von Backlinks gesprochen, da es ein externer Link zu einer anderen Seite ist.

Ankertexte richtig auswählen: so geht’s!

Für einen guten Ankertext, der sowohl von Google als auch von den Lesern wertgeschätzt wird, bedarf es einiger Voraussetzungen. Ganz zu Beginn ist natürlich der inhaltliche Zusammenhang wichtig – denn Artikel, Ankertext und Linkziel sollten stets zusammenpassen, um Nutzer nicht zu verwirren oder gar zu enttäuschen.

Der Text sollte immer zuerst für den Besucher der Webseite verfasst werden und einen Mehrwert mitbringen, also einen konkreten Nutzen bzw. Informationsgehalt. Das führt zu der Voraussetzung, dass sich der Autor des Textes, in dem der Ankertext untergebracht werden soll, gut mit dem Thema auskennt. Er sollte typische Fragestellungen kennen, die damit regelmäßig in Verbindung gebracht werden.

Seit dem Penguin-Update achtet Google verstärkt auf Spam-Links. Das bedeutet, dass der Algorithmus im Hintergrund läuft und Texte in Echtzeit prüft, um Spam-Links zu identifizieren. Damit möchte Google sicherstellen, dass Texte nicht zu Link- Abladestellen verkommen, deren einziger Zweck darin besteht, Nutzer zu ködern und auf andere Seiten weiterzuleiten. Vielmehr sollen Besucher genau das auf der Seite vorfinden, was ihnen auf der Suchergebnisliste (SERP) versprochen wurde.

Wichtig ist, die Ankertexte stets zu variieren. Immer und immer wieder dasselbe Keyword mit einem bestimmten Link zu versehen, fällt nicht nur dem Leser negativ auf, sondern auch Google.

Es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, Ankertexte dürften nur aus einem einzigen und erst recht nicht demselben Wort bestehen. Vielmehr können auch mehrere Worte oder ganze Sätze als Ankertext fungieren. Hier ist Kreativität gefragt, denn auch Synonyme und sinnverwandte Zusammenhänge können als Ankertexte Abwechslung in den gesamten Text, Artikel oder Blogbeitrag bringen.

Welche Arten von Ankertexten gibt es?

Generell lassen sich mehrere Arten Links voneinander unterscheiden. Das genaue Gegenteil eines im Ankertext „versteckten“ Links ist der sogenannte Naked Link. Der Linktext besteht dabei aus dem Link selbst, also der Zieladresse (URL). In Linklisten und Tabellen, die auch als solche gekennzeichnet sind, können Naked Links ein gutes Mittel darstellen. Im Fließtext sind sie jedoch eher schwierig unterzubringen und stören zudem den Lesefluss. Wird ein Markenname als Ankertext verwendet, nennt man ihn Brand Link. Der Markenname wird dabei jedoch nicht isoliert, sondern in Kombination mit anderen Wörtern als Anker verwendet. Als generische Links werden Ankertexte bezeichnet, die den Nutzer zu einer bestimmten Handlung auffordern. Dazu zählen beispielsweise „Hier klicken!“, „Weiterlesen“ oder „Mehr erfahren!“. Für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung bringen diese Links jedoch eher wenig und sollten vermieden werden.

Unser Fazit

Ankertexte können eine elegante und für Suchmaschinen wie Google taugliche Art sein, Links in Texten unterzubringen. Der quantitative Aspekt ist dabei jedoch weniger entscheidend als der qualitative. Blogbeiträge und Artikel sollten keinesfalls künstlich wirken, als wären sie um einen Backlink herum aufgebaut worden. Vielmehr sind Vielfalt in der Anwendung und eine gute Portion Kreativität gefragt, um Ankertexte sinnvoll zu platzieren.