Backlinks spielen eine entscheidende Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung. In schwer umkämpften Nischen hast du ohne aktiven Linkaufbau mittlerweile keine Chance, auf relevante Positionen zu gelangen. Spätestens seit dem Penguin Update wissen wir aber auch, dass schlechte Backlinks das genaue Gegenteil bewirken können.

Heute möchten wir dir zeigen, wie du schädliche Backlinks erkennst und dauerhaft aus deinem Linkprofil entfernst – bleib also dran, es wird spannend!

Was sind toxische Backlinks und wo kommen sie her?

©Paul – adobe stock

Toxische Backlinks sind nichts anderes als klassischer Link-Spam.
Dabei handelt es sich um Verlinkungen auf dubiosen Seiten, die dem Leser keinerlei Mehrwert bieten. Meistens findest du auf derartigen Seiten wirklich gar keine nützlichen Inhalte – sie bestehen überwiegend aus automatisch generierten Wortfetzen und zahlreichen Verlinkungen, die in keinem Zusammenhang stehen.

Disavow Files

Toxische Backlinks: Penguin sei Dank!

Vor dem Penguin Update am 24. April 2012 konnte man mit Hilfe derartiger “Linkschleudern” quasi jede Website innerhalb kürzester Zeit in die TOP10 bringen. Viele Seitenbetreiber haben sich ganze Link-Netzwerke gebaut, um ihre Website möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren.

Am 25. April 2012 fanden diese Black-Hat-Methoden ein abruptes Ende – über Nacht wurden die meisten Seiten, die derartige Methoden nutzten aus den Suchergebnissen verbannt. Manche von ihnen haben sich bis heute nicht davon erholt.

Bots schlafen nie

Viele der heutigen Spam-Seiten stammen aus diesen Zeiten und generieren weiterhin täglich neue Verlinkungen. Dadurch sammelt jede Webseite früher oder später unerwünschte, toxische Backlinks.

Negative SEO: Des einen Leid…

Oleshko Artem

© Oleshko Artem – adobe stock

Eine weitere Möglichkeit toxische Backlinks zu bekommen ist das sogenannte “Negative SEO”. Dabei gehen in der Regel Konkurrenten einen äußerst böswilligen Weg und setzen absichtlich große Mengen toxischer Links auf die Zielseite. Die Folge sind meist Abstrafungen des den Google Algorithmus oder sogar der vollständige Ausschluss aus dem Index. Sich von einer solchen Penalty zu erholen kostet viel Zeit und Geld.

Wie identifiziert man toxische Backlinks?

Toxische Backlinks zu identifizieren ist gar nicht so schwer wie es klingt. Bevor wir aber damit loslegen, müssen wir sicherstellen, dass wir keinen Link übersehen.

Deshalb nutzen wir möglichst viele Quellen um unser Linkprofil zunächst vollständig zu erfassen – dazu gehören die folgenden:

1. Linkprofil erstellen

In der Search Console kannst du unter dem Menupunkt “Links” -> “Top verweisende Seiten” dein Linkprofil exportieren. Klicke dazu einfach auf den “Exportieren”-Button und schon kannst du die CSV herunterladen.

Jetzt hast du schonmal eine gute Basis. Diese solltest du jetzt erweitern. Wichtig hierbei: Kein SEO-Tool ist perfekt, auch nicht die Search Console. Daher solltest du weitere Tools nutzen um dir ein vollumfänglich Bild über dein Linkprofil zu machen.

Vielleicht hat das ein oder andere Tool bereits Links erfasst, die die Search Console erst zu einem späteren Zeitpunkt erfassen wird. Hier gilt es schädliche Links möglichst früh zu entwerten, am besten bevor sie deiner Seite schaden!

Tools mit denen du dein Linkprofil vervollständigen kannst:

  • ahrefs.com
  • moz.com
  • sistrix.de
  • semrush.com
  • majestic.com

Die wenigsten SEOs haben Zugriff auf all diese Tools, das sollte klar sein. Aber je mehr Quellen du nutzt, desto genauer wird das Abbild deines Linkprofils.

2. Spam-Check

Sobald du dein Linkprofil vervollständigt hast, musst du die schädlichen Links zu erkennen und eliminieren. Aber wie genau erkennt man schädliche Backlinks?

Ganz einfach: man sieht es meist auf den ersten Blick. Wenn du Backlinks von Seiten hast die unseriös wirken oder einfach auf den ersten Blick klar nach Spam aussehen, dann notiere diese in einer .txt um sie später zu entwerten.

Nutze seriöse Tools

Du kannst auch Tools wie z.B. ahrefs, semrush oder moz verwenden um schädliche Links zu identifizieren. Unter diesem Link kannst du kostenlos den Spam-Score von MOZ abfragen und in deine Bewertung einfließen lassen:

3. Disavow File erstellen

Die Basis zur Entwertung von Backlinks ist das disavow.txt File. Erstelle dazu einfach ein .txt File und trage pro Zeile eine Domain ein, die entwertet werden soll und schreibe immer “domain:” vor jede Domain.

Grundsätzlich hast du die Wahl, ob du auf URL– oder Domain-Basis entwerten möchtest. Hier raten wir dir aber direkt auf Domain-Basis zu entwerten. Einzelne URLs zu entwerten ist meist sehr aufwändig und bringt bei Domains die in die Kategorie “Spam” fallen sowieso nichts.

So sollte dein disavow.txt File dann aussehen:

Bild4

Anschließend klickst du auf “Liste mit ungültigen Links hochladen” und lädst dein vorbereitetes Disavow-File hoch. 🙂

Geschafft

Du hast jetzt alle toxischen Links entwertet. Jetzt solltest du dein Linkprofil regelmäßig auf neue schädliche Backlinks prüfen und auch diese Entwerten. Hierzu kann ich dir einen Zeitraum von 3-6 Monaten empfehlen. Dadurch bleibt die Menge an neuen Spamlinks überschaubar und die aktualisierung des Disavow-Files ist schnell erledigt.

Wichtig: Wenn du neue toxische Backlinks hinzufügen willst musst du diese in deinem Disavow File ergänzen!

Noch wichtiger: Entwerte auf keinen Fall gute Backlinks! Damit kannst du deiner Website nachhaltig schaden. Google differenziert an dieser Stelle nicht und entwertet genau das, was du hochlädst – unabhängig davon, ob es sich um gute oder schädliche Links handelt.

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Du hast Fragen? Hinterlasse uns einfach einen Kommentar und wir helfen dir gerne weiter!

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