Cognitive Computing ist der Versuch, menschliche Denkprozesse mit Hilfe der Computertechnologie zu simulieren.

Definition

Mit Cognitive Computing soll die Computertechnologie menschliche Denkprozesse anhand der Funktionsweise des menschlichen Gehirns imitieren können. Damit ist Cognitive Computing ein Teilbereich der künstlichen Intelligenz. Die Voraussetzung für die Funktionstüchtigkeit solcher Systeme, mit großen Datenmengen trainiert wird. So können Cognitive Computing Systeme selbst lernen und müssen nicht durch eine Programmierung auf die Lösung von allen erdenklichen Problemen vorbereitet werden. Sie eignen sich zur Verarbeitung mittels eines Algorithmus immenser Datenmengen aus Big Data Sammlungen.

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Entstehung von Cognitive Computing

Schon heute können IT-Systeme viele Lösungen finden, die vorher Menschen erarbeiten mussten. Das können sie allerdings nicht durch eigene kognitive Fähigkeiten, die eine selbstständige Problemlösung ermöglichen, sondern durch ihre Programmierung. Hier liegt bislang der große Vorteil des menschlichen Gehirns.

Das Gehirn des Menschen löst Probleme nicht nur durch Rückgriff auf eine vorherige Programmierung, sondern unter Abwägung verschiedener, früherer Erfahrungen. Es schöpft aus einem immensen Erfahrungsschatz aus vergangenen Erlebnissen, Ereignissen und Materialien zurück.

Cognitive Computing soll diesen Vorgang bei Maschinen simulieren. Dies ermöglichen sowohl die immer weiterwachsende Speicherkapazität und Rechenleistung moderner Computer. Die Forschung im Bereich der algorithmischen Datenverarbeitung macht im Zusammenspiel mit modernsten Computern große Fortschritte bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz.

Was ist für Cognitive Computing nötig?

Computersysteme die ähnlich wie ein menschliches Gehirn funktionieren sollen, müssen hohe Anforderungen erfüllen. Sie müssen sowohl effizient mit Menschen und anderen Maschinen kommunizieren können und entsprechend anpassungsfähig sein. Sie müssen erkennen, wenn sich Informationen und Datenlagen verändert haben. Mehrdeutigkeiten in der Sprache stellen Computer heute noch vor großer Herausforderungen, trotzdem müssen Cognitive Computing Maschinen in der Lage dazu sein, auch unklare Informationen in großen Mengen schnell zu verarbeiten.

Computer mit künstlicher Intelligenz müssen den Kontext verstehen. Sie müssen in der Lage dazu sein, die Bedeutung von Aussagen, ihre Syntax, die entsprechende Zeit, die Orte und andere kontextuelle Merkmale zu erkennen. Gleichzeitig müssen diese Systeme mit verschiedenen Eingabemethoden umgehen können, d.h. mit Stimme, Gestik oder textbasierten Benutzereingaben.

Wo wird zukünftig Cognitive Computing eingesetzt werden?

Heute wird Cognitive Computing in vielen Bereich eingesetzt. Sie unterstützen in der Finanzplanung von großen Informationen, der Industrie oder der Medizin. Auch die Technologie hinter dem Internet nutzt Cognitive Computing, wie das neueste Google BERT Update zeigt.

Welche Rolle spielt Cognitive Computing für SEO?

Cognitive Computing wird ganz neue Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung in Zukunft stellen. Websites werden noch weitaus interaktiver als heute sein, indem eine künstliche Intelligenz auf der Webseite mit den Besuchern interagiert.

Vor allem im E-Commerce wird Cognitive Computing wichtig sein. Virtuelle Verkaufsberater und Computer, die telefonische Kundenanfragen direkt beantworten oder mit Kunden chatten können, sind teilweise heute schon möglich. So könnte das Cognitive Computing beim Technical SEO eine große Rolle spielen und die Nutzerfreundlichkeit von Webseiten verbessern – was zu besseren SERP-Plätzen führt.

Webseiten müssen durch die Implementierung von Cognitive Computing durch Suchmaschinen komplett neu geplant werden, da viele bisherige OnPage Optimierungen neu überdacht werden müssen.

Auch inhaltlich können kognitive Ansätze zu Veränderungen führen. Webinhalte könnten sich mittels Algorithmen dynamisch an die Bedürfnisse der Leser anpassen. Auf vielen Webseiten könnte eine künstliche Intelligenz die Erstellung und Optimierung von Content übernehmen.

In wie weit sich diese veränderten Webinhalte auf das Ranking einzelner Websites auswirken und wie Suchmaschinen diese Art von Inhalten durchforsten ist die große Frage der zukünftigen SEO Arbeit.

Fazit

Wohl kaum eine Technologie hat, seit der Erfindung des Internets selbst, einen so großen Einfluss auf das Internet gehabt, wie das Cognitive Compting haben wird. Wie genau die Anforderungen an SEO sich durch Cognitive Computing ändern werden, ist dabei noch nicht bekannt. Die Szene fängt erst an die neuen Herausforderungen durch Googles BERT Update zu durchschauen.