Cross Linking (Querverlinkung) bezeichnet die gegenseitige Verlinkung von verschiedenen Internetseiten, um das Ranking im Suchmaschinenindex zu verbessern.

Definition

Das Cross Linking beschreibt die gegenseitige Verlinkung von zwei oder mehr verschiedenen Internetseiten. Neben dem informationellen Mehrwert der jeweiligen Webseite, den Cross Linking schafft, kann dieses Verfahren zu einem besseren Ranking bei den Suchmaschinen führen.

Viele Weblogs haben eine Trackback-Funktion integriert, die es ermöglicht, im Kommentar eines Blog-Beitrages mit einem Link auf das eigene Blog zu verweisen. Das ist unter anderem bei Reiseblogs beliebt, bei denen zum Beispiel Reiseveranstalter die Möglichkeit haben, in einem Gegenseitigkeitsabkommen einen Link bei einem Blog-Betreiber zu platzieren. Der Reiseveranstalter integriert wiederum einen Backlink zum Reiseblog. So entstehen bidirektionale Backlinks, die mehr Trust bei Suchmaschinen zur Folge haben: Beide Links sind jeweils themenrelevant und bieten damit den Besuchern sowie den Suchmaschinen themenrelevante Inhalte.

Ziele von Cross Linking

Die Absicht von Cross Linking ist die gegenseitige Unterstützung beim Ranking im Suchmaschinenindex. Interne Links bringen Linkpower (Link Juice) und können einen positiven Einfluss auf das Ranking haben. Beim Cross Linking können alle Seiten profitieren, sowohl die verlinkende Seite die, auf die verlinkt wird.

Außerdem ist die Vererbung von Link Juice intendiert, und die Seitenstärke (PageRank) sowie der Trust wirken für eine Website wertsteigernd und dienen somit als Motivation beim Cross Linking.

Probleme und Gefahren

Gehören die beteiligten Domains demselben Webmaster, hat er die Absicht, beide Websites zu stärken. Das Vorhaben, zwei eigene Seiten gegenseitig zu unterstützen, liegt zwar nahe und ist legitim, allerdings ist bei der Umsetzung Vorsicht geboten: Betreibt ein Website-Inhaber Cross Linking zu extensiv, kann Google darin Linknetzwerke oder sogar Linkfarming erkennen, da es ein auffallend schnelles und unnatürliches Wachstum der Linkpopularität beobachtet.

Für Google kann das Spam sein und die Website mit einem PageRank von Null abstrafen. Dafür ist auch Cross Linking auf Unterseiten verantwortlich. Eine sogenannte Google Penalty kann verschiedene Formen annehmen und im schlimmsten Fall sogar zum dauerhaften Ausschluss aus dem Ranking führen.

Auch Nutzer können Cross Linking negativ beurteilen. Die beteiligten Seiten sollten thematisch schon zusammenpassen, sonst ergibt ein Link wenig Sinn, da er dem Webseiten Besucher keine weiterführenden Informationen bietet. Zahlreiche sinnlose Links am Ende einer Seite sorgen für Irritation bei den Besuchern und lassen sie an der Seriosität der Seite zweifeln. Zu viele themenferne oder -fremde Links können dazu führen, dass die Nutzer die Seite verlassen.

Cross Linking in der SEO

In der Suchmaschinenoptimierung nimmt Cross Linking einen wichtigen Bestandteil bei der Offpage-Optimierung ein. Deshalb kann es im Grunde bei gemäßigtem und sinnvollem Einsatz positiv gesehen werden. Folgendes gilt es aber zu beachten und ist für Besucher wie Suchmaschinen relevant:

  • Keine / kaum themenferne Seiten verlinken: Cross Linking ist dann sinnvoll, wenn der Besucher über die Links zu weiterführenden Informationen gelangt. Irrelevante Links können irritieren und zur Folge haben, dass die Besucher die Website verlassen. Ein Link von und zu themenrelevanten Inhalten bietet sowohl für Suchmaschinen als auch die Nutzer einen Mehrwert.
  • Natürliche Platzierung des Links: Wo ein Link auf der Seite platziert ist, entscheidet darüber, wie die Besucher ihn einschätzen und ob sie ihm folgen. Wichtig ist dabei, eine natürliche Position für den Cross-Link zu wählen. Die meisten Besucher kennen bzw. erkennen den Unterschied zwischen relevanten Links und anderen.
  • Linktexte: Wie bei allen Links solltest du auch hier den Anker Text sinnvoll wählen. Besucher und Suchmaschinen können dadurch den Content thematisch einordnen. Es empfiehlt sich, an dieser Stelle Keywords zu platzieren.
  • Anzahl der Cross-Links gering halten: Zu viele Links an einer Stelle – etwa im Footer – können die Besucher überfordern. Somit wird er sie weder lesen noch anklicken. Findet Cross Linking auf jeder Unterseite statt, bedeutet das Spam für die eigene Seite.
  • Anzahl der beteiligten Domains gering halten, um die Gefahr, als Linkfarm eingestuft zu werden, zu reduzieren.
  • Vorsicht vor Verschmelzung: Damit Suchmaschinen die beteiligten Domains als eigenständig betrachten, solltest du auf die IP-Adresse achten. Jede Domain sollte ihren eigenen C-Block haben, denn wenn jede Domain über einen anderen Hosting Dienst gehostet wird, werden Suchmaschinen sie nicht als angegliedert einordnen.

Fazit

Cross Linking ist ein probates und hilfreiches Mittel, um dein Ranking zu verbessern. Allerdings gilt dabei: weniger ist mehr. Deshalb solltest du auf die Qualität achten.