Mit einem digitalen Sprachassistenten können Nutzer ihre Geräte mittels einer Software durch Spracheingaben steuern.

Definition

Ein digitaler Sprachassistent ist eine Software, die es erlaubt ein Gerät mittels Spracheingaben zu steuern. Voraussetzung für die Funktion des Sprachassistenten ist ein an das oder ins Gerät integriertes Mikrofon.

Für eine möglichst gute Funktion dieser Sprachassistenten müssen diese mit Informationen aus Big Data programmiert werden. Mit den Datenmengen aus solchen Ressourcen greifen solche Sprachassistenten auf die Technik von Künstlicher Intelligenz zurück.

Digitaler Sprachassistent in Mobiltelefon

Implementiert werden solche Sprachassistenten bereits oft auf Smartphones und Tablets. Hier sind sie unter den Namen Siri (Apple) oder dem Sprachbefehl „Ok Google“ bekannt. Auch Microsoft hat einen solchen Assistenten mit Cortana in das Betriebssystem Windows 10 eingebaut. In den intelligenten Lautsprechern Echo von Amazon ist das System „Alexa“ integriert.

Anwendungsbereiche von Digitalen Sprachassistenten

Ein Digitaler Sprachassistent erlaubt es Nutzern, ein Gerät zu bedienen ohne eine Tastatur oder Maus zu nutzen. Daher ist es besonders für mobile Endgeräte interessant, die ohne physische Tastaturen auskommen müssen.

Der Sprachbefehl des Nutzers wird über ein Mikrofon aufgenommen und von der entsprechenden Software verarbeitet. Hierfür muss die Software die Stimme und Sprache des Nutzers erst kennenlernen. Daher übertragen manche Sprachassistenten wie Cortana die Sprachbefehle an ihre Hersteller. Auf deren Systemen können die Befehle analysiert werden, wodurch der Sprachassistent den Nutzer besser verstehen können soll.

Weil solche Assistenten vor allem für mobile Geräte interessant sind – etwa um ein Smartphone auch während einer Autofahrt steuern zu können – spielen sie eine große Rolle für Mobile Suchmaschinenoptimierung (Mobile SEO). Dementsprechend werden die besonderen Anforderungen auch eine große Rolle für Mobile Analytics spielen, da die meisten Nutzer ihre Suchanfragen mündlich anders formulieren als schriftlich.

Bei der Websuche ist der Sprachassistent Googles bisher im Vorteil – da er auf die Suchergebnisse der weltweit marktführenden Suchmaschine zurückgreifen kann. Außerdem nutzt der Google Voice Search Assistent wahrscheinlich eine sehr ähnliche Technik wie die Suchmaschine selbst.

Ebenfalls als Vorreiter in der Bewältigung von Suchanfragen mittels Sprachassistent ist Alexa. Hier gibt es sogar schon eine eigene Ranking-Metrik: Das Alexa Ranking.

Google möchte in Zukunft auch Dienste entwickeln, die wie Google Duplex funktionieren. So könnte beispielsweise ein E-Commerce Anbieter eine vollständig automatisierte, mit künstlicher Intelligenz betriebene Hotline anbieten.

Datenschutz und digitale Sprachassistenten

Damit ein digitaler Sprachassistent tatsächlich funktionieren kann, muss er dem Nutzer ständig „zuhören“ – andernfalls könnte er nicht auf plötzliche Spracheingaben reagieren. Um dies zu vermeiden verwendet beispielsweise Windows 10, je nach Nutzereinstellung, einen Button um Cortana zu aktiveren.

Anders funktionieren Smarte Lautsprecher wie der Amazon Echo. Diese sind ständig aktiviert und „hören“ den Nutzern zu, auch wenn diese nicht mit dem Assistenten kommunizieren möchten. Das wurde von Datenschutzrechtlern wiederholt kritisiert.

Außerdem funktionieren Sprachassistenten nur, wenn eine funktionierende Internetverbindung vorhanden ist. Daher ist für Außenstehende nicht komplett nachvollziehbar, ob ungewollt entstandene Aufnahmen vom Assistenten weitergeleitet werden. Solche Vorfälle hat es beispielsweise mit dem Amazon Echo gegeben.

Fazit

Digitale Sprachassistenten sind bereits auf vielen Smartphones und Tablets üblich. Auch über Intelligente Lautsprecher haben sie bereits den Weg in viele Wohnzimmer gefunden.

Da immer mehr Suchanfragen über solche Sprachassistenten getätigt werden, müssen Webseiten, die von typischen Voice Search Anfragen erreicht werden wollen, ihre SEO-Strategie überdenken.