DuckDuckGo ist eine Suchmaschine, die im Gegensatz zu Suchprovidern wie Google oder Bing weder Nutzerdaten sammelt noch IP-Adressen speichert. Außerdem filtert sie Seiten aus den Suchergebnissen, die viel Werbung enthalten.

Definition

Die Privatsphäre hat in der Philosophie von DuckDuckGo oberste Priorität. Die Suchmaschine verspricht, ähnlich wie Ixquick und Qwant, keine IP-Adressen oder Suchverläufe zu speichern und kein Tracking bei Besuchern durchzuführen. Nach Google, Bing und Yahoo belegt DuckDuckGo in Deutschland den vierten Platz der meistgenutzten Suchmaschinen.

Die Geschichte und Entwicklung von DuckDuckGo

Im September 2008 hat der US-Amerikaner Gabriel Weinberg DuckDuckGo gegründet. Er studierte Physik und Technology Politics am MIT (Massachusetts Institute of Technology). Nach der Gründung betrieb Weinberg die Suchmaschine vorerst allein. Seit dem Jahr 2011 wird DuckDuckGo durch verschiedene Investoren und keywordbasierte Werbung, die Kunden über Bing Ads verwalten können, finanziert. Seither wird die Suchmaschine stets weiterentwickelt und verbessert, wobei auch Nutzeranfragen berücksichtigt werden. DuckDuckGo verzeichnet inzwischen mehr als 45 Millionen Suchanfragen pro Tag. Die Wikileaks Enthüllungen von Edward Snowden im Jahr 2013 trugen enorm zur gesteigerten Beliebtheit von DuckDuckGo bei.

So funktioniert DuckDuckGo

DuckDuckGo bezieht seine Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen: einerseits durch einen eigenen Crawler, den DuckDuckBot, andererseits weil DuckDuckGo als sogenannte Metasuchmaschine fungiert, indem sie Ergebnisse anderer Suchmaschinen wie Yahoo und Bing nutzt. Zudem nutzt DuckDuckGo hochfrequentierte Websites wie Wikipedia als Quelle.

Besonders bei DuckDuckGo sind die sogenannten Zero-Click Infokästen, die Informations-Snippets und verwandte Themen zum Suchbegriff bereithalten. DuckDuckGo gibt es nicht nur als Add On für viele Browser, sondern auch als App für mobile Geräte. Neben der normalen Suche ist eine anonyme Suche über das Tor-Netzwerk möglich.

Was bietet DuckDuckGo, was Google nicht hat?

Du kannst dir die Oberfläche und Funktionen von DuckDuckGo so einrichten, dass sie deinen persönlichen Vorlieben entsprechen. Auch in Sachen Filter hast du eine große Auswahl: Du kannst dir Suchergebnisseiten auf eine bestimmte Region eingeschränkt anzeigen lassen oder in einer bestimmten Sprache. Werbeanzeigen kannst du im Übrigen ausblenden.

Du kannst zudem gezielt nur auf bestimmten Websites suchen – mit Hilfe der sogenannten !Bang-Syntax. Es stehen dir Tausende dieser !Bang-Abkürzungen zur Verfügung und du kannst sogar eigene kreieren – für Seiten, die du selbst immer wieder besuchst und durchstöbern möchtest.

 

DuckDuckGo bietet zudem folgende vorgefilterte Suchergebnisse:

  • Suche an der Börse: Zeigt Aktienindizes
  • Suche nach dem Ton: Zeigt Audio-Dateien

DuckDuckGo in SEO und Marketing

Derzeit gibt es noch keine hinreichenden Daten zur SEO für DuckDuckGo. Nimmt die Popularität der Suchmaschine aber weiter zu, werden viele SEOs sich auch auf die Optimierung von Webseiten für diese Suche spezialisieren.

Willst du deine Werbemöglichkeiten über Suchnetzwerke ausweiten, kannst du Werbung auf DuckDuckGo schalten. Es könnte ein Vorteil für dich sein, dass die Suchmaschine ein hohes Vertrauen bei Usern genießt und daher auch der darüber veröffentlichten textbasierten Werbung mehr Vertrauen entgegenkommt als es etwa bei Google AdWords der Fall ist. Trotzdem wird es sich dabei eher um eine Nische im Marketing-Mix handeln, da DuckDuckGo in Sachen Zugriffszahlen noch weit hinter Google und anderen Suchmaschinen zurückliegt.

Fazit

DuckDuckGo stellt eine interessante Alternative zu anderen Suchmaschinen, selbst wenn Google immer noch den größten Index aller Suchmaschinen besitzt. Die Qualität der Suchergebnisse weiß inzwischen zu überzeugen und erhält zunehmend Lob von Menschen, die beruflich mit der Suche im Internet zu tun haben.