Eine Page Impression ist eine Kennzahl, die die einzelnen Aufrufe einer Webseite bezeichnet. Jeder Klick erzeugt eine Page Impression, ohne dass ein Nutzer zugeordnet wird.

Eine Page Impression (PI) oder ein Page View bezeichnet die Ansicht einer Webseite, den reinen Seitenaufruf. Sobald Dein Browser das einer Webseite zugrundeliegende HTML-Dokument lädt, entsteht eine Page Impression. Es wird dabei jeweils der einzelne Aufruf gezählt, ein Nutzer kann dementsprechend mehrere Page Impressions erzeugen.

Das Konzept ist leicht zählbar und damit eine Kennzahl, die Du gut für eine Analyse Deiner Webseite benutzen kannst. Bei kommerziell gestalteten Webseiten kann der Anbieter die Seitenaufrufe in der Form eines Tausend Kontakt Preis (TKP) oder Cost per Mille (CPM) als Kennzahl nutzen, um beispielsweise geschaltete Werbung in Rechnung zu stellen.

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung gibt die Page Impression einen Aufschluss darüber, wie interessant Deine Besucher Deine Webseite finden. Die Seitenaufrufe nehmen die Algorithmen der Suchmaschinen bei der Erstellung ihrer Search Engine Result Page (SERP) auf.

Nicht nur menschliche Nutzer der Webseiten können Page Impressions erzeugen. Wenn ein Crawler oder Bot eine Webseite aufruft, zählt das Logfile des Servers diesen Aufruf ebenfalls als Page View.

Page Impressions analytics Übersicht

Page Impression in der Onlinewerbung

Die leicht erfassbare Kennzahl nutzt die Werbewirtschaft als Grundlage für ihr Geschäftsmodell.  Dein Nutzer sieht, sobald er Deine Seite aufgerufen hat, die Werbeanzeige. Daher kannst Du davon ausgehen, dass eine Page Impression gleichzeitig auch eine Ad Impression ist. Aus diesem Grund rechnen Anbieter auch Ad Impressions in TKP ab.

Da Du auf einer Webseite mehrere Anzeigen einblenden kannst, kann die Zahl der Ad Impressions höher ausfallen als die der Page Impressions. Bei der Kennzahl handelt es sich für die Werbewirtschaft eher um eine beeinflussbare, quantitative Größe bei dem Versuch eine größere Reichweite zu erzielen.

Um Deine Conversion Rate zu optimieren, solltest Du deshalb nicht allein auf Page Impressions oder Ad Impressions setzen, sondern spezielles (Re)Targeting Deiner Zielgruppe betreiben. Hierfür kannst Du Deine Werbekampagne auf Cost per Acquisition (CPA) ausrichten. Hier verbinden sich die Konzepte von Page Impression und Conversion Rate.

Die bekannten Tools wie Google AdWords, Google Analytics oder Bing Ads bieten eine Abrechnung von Werbung nach dem TKP Modell an. Viel häufiger werden Anzeigen aber nach Klickzahlen verrechnet. Wenn Du dann Deine Click Through Rate (CTR) analysierst, siehst Du, wie erfolgreich Deine Werbeanzeige Dein Publikum angesprochen hat.

Probleme der Page Impressions als Kennzahl

Da im Logfile des Servers auch Seitenaufrufe durch Crawler gezählt werden, können die Ergebnisse verfälscht werden. Wenn Du die Aufrufe unterscheiden möchtest, kannst Du das nur, wenn Du die Besucherquellen oder den Hostnamen analysierst.

Langfristig kannst Du die Page Impressions beobachten und bei einer plötzlichen Steigerung der Aufrufe davon ausgehen, dass hier Impressions durch automatisierte Aufrufe erfolgen. Diese automatischen Aufrufe kannst Du durch verschiedene technische Maßnahmen begrenzen, wie etwa mithilfe der robots.txt.

Customer Journey

Einer Conversion geht eine Customer Journey voraus. Diese bezeichnet die einzelnen Schritte im Conversion Funnel. Diese Schritte können das Auffinden der Seite, die Anmeldung, den Kauf oder Download bezeichnen. Hier muss vom sogenannten Lead unterschieden werden. Der Lead ist nicht die Umwandlung, sondern steht vor dieser. Er bezeichnet die Kontaktaufnahme, mit der Du den Nutzer ansprichst und ist damit die Voraussetzung für die Conversion.

Eine Gefahr hierbei stellen Bots dar, die vor allem bei Downloads und Newsletter die Conversion Rate beeinflussen können. Um dieser Gefahr zu begegnen, solltest Du alle Einzelschritte beachten, den Conversion Funnel. Erst dieser gibt dir ein präzises, fälschungssicheres Ergebnis für deinen Aufwand.

Nach der Conversion beginnt im Bereich des Online Marketings die Arbeit am Post Conversion Marketing, der Kundenbindung.

Page Impressions und SEO

Die Page Impressions geben Dir eine Idee, wie oft Deine Webseite und deren Unterseiten überhaupt aufgerufen werden. Auch wenn Du alles bei der Suchmaschinenoptimierung Deiner Webseite richtigmachst, kannst Du nur durch regen Verkehr auf Deiner Seite eine hohe Position in den SERPs erzielen. Vor allem der Vergleich zwischen den Page Impressions, der Bounce Rate und der Verweildauer auf Deiner Webseite ist für Deine SEO wertvoll. Viele Page Impressions und eine Hohe Bounce Rate zeigen Dir, dass Du die Gestaltung Deiner Webseite optimieren solltest.

Bounce Rate & Verweildauer zu Pageimpressions

Fazit

Die Page Impressions sind eine leicht zu erfassende, quantitative Kennzahl. In der Werbewirtschaft spielen sie eine wichtige Rolle, da über sie leicht Abrechnung erstellt werden können – aber die Möglichkeiten der Kennzahl sind begrenzt. Um die Reichweite Deiner Seite zu verbessern, kannst Du die PI für Werbeanzeigen nutzen. Eine bessere Methode ist hier jedoch gezieltes Targeting der Zielgruppe, um die Streuverluste Deines Marketings zu reduzieren. Erst mit anderen Key Performance Indicators (KPIs) steigt die analytische Aussagekraft Deiner Page Impressions. In Relation zu Deiner Bounce Rate oder der Verweildauer auf Deiner Webseite kannst Du wertvolle Informationen gewinnen, und die Schwächen Deiner Seite analysieren.