Die Semantische Analyse ist ein Verfahren der Suchmaschinenoptimierung, das seinen Ursprung in der Linguistik hat. Das Ziel dieser Analyse ist, die tiefere Bedeutung von auf einer Website verwendeten Wörter zu untersuchen, um eindeutig für jeweilige Suchbegriffe in den Suchergebnissen aufzutauchen.

Definition

Als Teil der Suchmaschinenoptimierung geht die Semantische Analyse über die Keywordanalyse hinaus und soll den Content einer Website auf die Sprache des Publikums anpassen. Im Großen und Ganzen zeigt eine semantische Analyse zunächst das Thema einer Webseite und bietet Möglichkeiten für eine weitergehende thematische Suchmaschinenoptimierung – besonders im Hinblick auf Suchintentionen der Nutzer. Die Analyse der Sprache hilft dabei das ganze Themenspektrum der Seite zu verdeutlichen.

Das Themenspektrum erfassen

Seitdem Suchmaschinen Homonyme – Wörter mit mehr als einer Bedeutung – verstehen, sind sie dazu in der Lage durch eine Analyse der übrigen Webseite das genaue Thema der Seite besser zu verstehen. Hierzu ordnet die Suchmaschine dem Suchbegriff eine Reihe von weiteren Wörtern zu, die zu der Suchanfrage passen. Je mehr diese Begriffe auf deiner Seite präsent sind, desto größer ist die zugeordnete Autorität (Domain Authority) deiner Seite. Dies verhilft letztendlich auch zu besseren Ergebnissen auf der Search Engine Result Page (SERP).

Beispielsweise hat sich ein Onlineshop auf „Flügel“ spezialisiert. Die Seite über ihr Hauptthema „Flügel“ zu finden ist fast unmöglich – zu viele andere Seiten konkurrieren mit diesem Keyword um hohe Resultate in den SERPs. Die Analyse hilft dabei, das Thema „Flügel“ näher zu definieren und die ganze Seite auf die eigentliche Thematik auszurichten.

Wenn Du mit deiner Seite einen Konzertflügel verkaufen möchtest, gilt es der Suchmaschine deutlich zu machen, dass Du nicht Spielzeugflugzeugbestandteile produzierst, sondern Klaviere. Andernfalls würden Deine Kunden Deine Seite nicht wiederfinden. Lange waren Homonyme wie Flügel – ein Wort mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen – eine Schwierigkeit für Suchmaschinen. Zunächst muss Google allerdings auseinanderhalten können, dass Deine Website sich mit Musikinstrumenten befasst und eben nicht mit Flugzeugen.

Wie kann Google das?

Suchmaschinen bestimmen mittlerweile nicht allein durch die Anzahl der Keywords die Relevanz der Seite sondern durch den gesamten Aufbau. Da die Suchmaschine den ganzen Content in seine Ergebnisberechnung miteinbezieht ist es wichtig die Texte semantisch zu optimieren.

Um seinen Kunden personalisierte Suchresultate anzeigen zu können, muss die Suchmaschine beide Enden des Weges kennen. Durch eine Semantische Analyse des bisherigen Nutzungsverhaltens des Nutzers kann die Suchmaschine das Webprotokoll des Nutzers analysieren und damit die Ergebnisse personalisieren. Ein Modellbauer wird so Ergebnisse von anderen Webseiten erhalten, als der Musiker, den Du als Kunden gewinnen möchtest.

Auf der anderen Seite muss die Suchmaschine verstehen, was eine Seite für Informationen anbietet. Du als Betreiber einer Webseite solltest deshalb dein Publikums kennen, den Inhalt deiner Seite analysieren und durch eine möglichst genaue Beschreibung deiner Produkte auf deine Zielgruppe zuschneiden. Die Durchsicht Deiner Seite durch Google kannst Du nutzen, um deine Resultate in den SERPs zu verbessern. Denn Google ermittelt die Autorität der Webseite zu ihrem Thema nicht nur dadurch, wie häufig das Keyword „Flügel“ auftritt, sondern auch ob die anderen Begriffe der Texte (z.B. Klavier, Piano, Musikinstrument, Saite etc) zu diesem Thema passen. Selbst Meta Angaben und die Dateinamen der Bilder benutzt Google wahrscheinlich zur Analyse der Website.

Ermittlung semantischer Wörter

Mit diesem Wissen kannst Du deiner Seite durch eine Analyse und anschließender Optimierung des Inhalts – insbesondere der Texte – eine bessere Gewichtung durch Google verschaffen. Durch die richtige Auswahl der Begriffe kannst Du beeinflussen, wie gut Google Deine Webseite kennt – und mit wie vielen Suchbegriffen die Seite gefunden werden kann.

Die Optimierung der Seite gelingt häufig durch die WDF*IDF-Formel. Die Abkürzung steht für Within Document Frequency und Inverse Document Frequency. Damit lässt sich ermitteln, in wie oft Keywords einer Webseite verglichen mit allen anderen genutzt werden. So kann die Relevanz der Seite für Suchmaschinen verbessert werden, ohne nur auf die Keywords zugreifen zu müssen.

Wie funktioniert eine Semantische Analyse?

Zum Glück ist der Mensch der Maschine überlegen, wenn es darum geht, tiefere Bedeutung der Texte und Zusammenhänge zu verstehen – und zu schreiben.

Die Semantische Analyse sollte ein beständiger Teil Deiner Arbeit an der Webseite sein und sich wie ein roter Faden durch die Suchmaschinenoptimierung ziehen. Es beginnt bereits bei der Keywordrecherche. Es kommt nicht mehr darauf an, lediglich möglichst viele Synonyme für Deine Schlüsselwörter zu finden. Stattdessen solltest Du passende Begriffe aus deinem ganzen Themensprektrum beachten. Auch bei der Suche nach Long Tail Keywords kannst Du kreativer formulieren. Welche Begriffe passen zu Deinen Themen? Welche Formulierungen beinhalten nicht die Keywords, passen aber zu diesen? Am Ende dieser Vorarbeit steht die Überprüfung, wie sich die Ergebnisse an Text, Metadaten, Bildtiteln und URL gegenüber dem Suchvolumen der richtigen Keywords orientiert.

Relevanz für SEO

Die Semantische Suche verbessert die Suchergebnisse der Nutzer so signifikant, dass sie aus der modernen Suchmaschinentechnik nicht mehr wegzudenken ist. Da die Algorithmen heute nicht nur die verschiedenen Bedeutungen von Begriffen, sondern auch die tieferliegenden Informationen von Wörtern verstehen, musst Du diese Semantik bei der Gestaltung Deiner Seite bedenken.

Es reicht nicht mehr nur eine umfangreiche Keywordsammlung vorzunehmen um Deine Webseite vorn in den SERPs zu präsentieren. Der Gesamtzusammenhang der Seite muss passen – nicht allein die Texte, sondern auch die Metadaten und URL müssen dahingehend ausgerichtet werden, dass sie das Themenfeld Deiner Seite möglichst präzise widerspiegeln.