SERP ist die englische Abkürzung für "Search Engine Result Page". Der Begriff beschreibt die Ergebnisseiten, die Suchmaschinen wie Google seinem Nutzer zur Beantwortung einer Suchanfrage ausspielt. Folglich beinhalten die SERPs die Suchergebnisse. Auf Basis der Errechnung von Google werden die Suchergebnisse in den SERPs nach der Relevanz absteigend sortiert.

SERP: Definition

In den SERPs der Suchmaschinen listen sich die Suchergebnisse der Suchanfragen auf.
Auf der Suchergebnisseite werden die Ergebnisse der angefragten Keywords gerankt. Ob relevant oder nicht, die Ordnung wird von den Suchmaschinen anhand unterschiedlichster Faktoren berechnet.

Sie kann durch die Änderung der Suchalgorithmen wechseln. Manche Algorithmen werden geheim gehalten, weil sie die
Rankings in den SERPs bestimmen, dadurch können sie unnötigen Spam verhindern.

Entwicklung der SERP

Zu Beginn der 2000er Jahre waren die SERPs in der Google-Suche noch für nahezu alle Nutzer innerhalb einer Länderversion der Google-Suchmaschine gleich. Seit 2015 ist Google nicht mehr nur ein reiner Ergebnislieferant, sondern ein Dienstleister.

In den vergangenen Jahren haben sich die Google SERPs stetig weiterentwickelt und sind heutzutage von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Früher wurden noch einfache Snippets zum Linkziel angezeigt, heute hingegen können sie auch aus Infoboxen, Knowledge Graphen oder sogenannten Karussell-Ergebnissen bestehen.

Die Suchanfrage entscheidet, welche Form die SERPs annehmen. Wird also nach einem bekannten Sportler gesucht, werden über den Knowledge Graph auch allgemeine Informationen, zusammengefasst bereitgestellt.

Knowledge-Klitschko

Rechts sieht man den angesprochenen Knowledge Graphen, der alle wichtigen Informationen enthält. Unten ist noch ein Beispiel für ein Video Karussel.

Die Verwendung dieser Anzeigen variiert nach der Art der Suche, demnach können SERPs auch aus News, Videos, Buchtiteln oder Bildern usw. bestehen.

Google hat die SERPs mit den Knowledge Graphen und der Karussel-Anzeige nicht nur auf diese Weise erweitert, sondern sie heute zugleich mit weiterer Funktionalität ausgestattet.
So können Nutzer direkt über die Ergebnisseite z.B. Flüge suchen und die Buchung starten oder ein Hotel reservieren. In den USA ist auch die Essensbestellung über die SERPs möglich.

Der Aufbau der SERPs ist bei den größten Suchmaschinenanbieter weitestgehend einheitlich.

Snippets in den SERPs

SERPs zeigen die Ergebnisse der Suche nach einem Keyword oder einer Keywordkombination in Form eines Snippets.

Als Snippet bezeichnet man die Vorschau des Inhalts einer Webseite in den Suchergebnissen. Sie werden abhängig vom Suchbegriff generiert und bestehen aus einer Überschrift (1) und dem Link (2) (oder je nach Umfang dem Auschnitt vom Link). Darunter folgt eine kleine Beschreibung vom Inhalt (3) des Links.

Snippet-Backlinked-inkl.-Beschriftung

Die strukturierten Daten, die von der Suchmaschine auf der betreffenden Zielseite ausgelesen und verarbeitet werden nennt man Rich Snippets.
Sie ergänzen die Ergebnisse um Zusatzinformationen, wie z.B. Bewertungssterne, Abbildungen oder Preisangaben

Die Menge der Ergebnisse pro SERP sind verschieden und verändern sich. Normal zeigt Google 10 Snippets in den SERPs an. Entscheidend ist dafür jedoch die Suchanfrage.

Es hängt davon ab ob die SERPs mit Ergebnissen aus der Bildersuche oder von Google News verbessert werden. Suchst du bspw. einen Song bei Google, wird das Ergebnis dir höchstwahrscheinlich als erstes Youtube Videos mit dem entsprechenden Song anzeigen.

Ausserdem können die Ergebnisse mit einem Knowledge Graph
oder einer Google Answerbox erweitert werden. Es kann ein Link zu einer App erscheinen, wenn der Nutzer z.B. die mobile Suche verwendet.

Neben den sogenannten organischen Suchtreffern werden in den SERPs auch bezahlte Werbeanzeigen (Google Ads) gezeigt. Diese erscheinen immer ganz oben und sind mit dem Hinweis „Anzeige“ gekennzeichnet. Sie werden pro Klick mit einem bestimmten Betrag an die Anbieter wie Google abgerechnet.

Rankingeinflüsse für die SERPs

Die Algorithmen von Google verwenden über 100 Faktoren, um die Ergebnisseite einer Suchanfrage zu bestimmen und individuell zu gestalten. Vorausgesetzt wird, dass der Crawler die Seite crawlen und indexieren kann.
Wenn dies gegeben ist, spielen noch z.B. die Ladegeschwindigkeit, Keywords, Qualität des Contents und die Linkstruktur eine Rolle.

Des Weiteren beeinflussen Nutzersignale wie die Return-to SERP-Rate oder die Verweildauer die Platzierung auf den Suchergebnisseiten. Ebenso berücksichtigt Google, ob eine Webseite mit SSL (Secure Sockets Layer) verschlüssel ist. SSL ist ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Internet.

Man kann nicht genau sagen, welche der einzelnen Faktoren die wichtigste Rolle spielen, da Google sich diesbezüglich nicht äußert.

Relevanz von SERPs für SEO

Das Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es gegenüber dem direkten Wettbewerber eine bessere Position in den SERPs zu bekommen.

Damit möglichst viel organischer Traffic durch gute Rankings auf die eigene Webinhalte gelenkt wird, muss die Webseite technisch und inhaltlich möglichst die besten und relevantesten Ergebnisse zu einer Suchanfrage liefern.

Darüber hinaus spielt auch der Domain Trust und deren Verlinkungen eine wichtige Rolle. Ein gutes Ranking alleine trägt nicht zu einer hohen Klickrate oder Verweildauer bei!

Mithilfe eines aussagekräftigen Meta-Titles und einer kurzen Beschreibung lenkt man die Aufmerksamkeit der User auf das Snippet. Im besten Fall beinhaltet ein solches Snippet eine Aufforderung zum Klick. Somit sind die Snippet-Verbesserungen ein wichtiger Teil der Suchmaschinenoptimierung und fester Bestandteil der OnPage Optimierung. Für den Titel und die Beschreibung im Snippet werden von Suchmaschinen üblicherweise der Meta Title sowie die Meta Description der Zielseite angewendet.

Nur Top 10 SERPs wirklich relevant

Für SEOs sind die ersten zehn Aufrufe der Ergebnisliste im Fokus (Top 10), da sich 90% der Klicks der Nutzer auf diese ausbreiten und verteilen. Es steigt darüber hinaus die Chance mit einem optimierten Snippet, dass der Nutzer auf das Ergebnis klickt.

Google verschärft das Ranking durch die Erweiterung der AdWords-Anzeigen, die in den Top-3 Position über den organischen Ergebnissen angezeigt werden. Die Featured Snippets und die Rich Snippets sind ebenfalls ein weiterer wichtiger Teil. Hierbei handelt es sich um Suchergebnisse, die mit Hilfe von maschinenlesbaren Metadaten angereichert werden und dem Nutzer sofort eine Antwort auf seine Suchanfrage bieten sollen.

Die Bewertungen werden in den Suchergebnissen innerhalb des Snippets angezeigt. Auf diese Weise steigt die Attraktivität eines Snippets für den Nutzer und
die Wahrscheinlichkeit, dass er tatsächlich daraufklickt, wächst.

Als Möglichkeit für Rankings auf Position „null“ wurden die „Direct Answers“ (Teil der Freatured Snippets) häufig ermessen. Dabei benutzt Google für die Beantwortung einer Nutzerfrage Contentelemente einer Webseite und rankt diese noch oberhalb der regulären Suchtreffer. Vor allem in der mobilen-Suche soll dieses Elemente der SERPs noch stärker ausgebaut werden.

Fazit

Durch die zunehmende Bedeutungen der mobilen Internetnutzung passen sich die SERPs immer weiter an die Bedürfnisse der Nutzer an.

Es ist voraussehbar, dass in kommender Zukunft immer mehr Ergebnisse bei Suchanfragen mit dem mobilen Endgerät auch Apps oder Links zu Gadgets anzeigen werden.

Gleichzeitig wird der Index immer weiter ausgebaut, um dem Nutzer auf ihn und seine Situation angepasste SERP’s zu liefern.

Jedes Mal aufs neue experimentiert Google mit den Suchergebnisseiten, so wie zahlreiche Updates wie das BERT-Update oder das Penguin-Update zeigen.