Die User Experience bezeichnet die Empfindung und das Erlebnis einer Person, wenn sie ein Produkt nutzt oder eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Abgekürzt wird die User Experience mit UX und lässt sich mit Nutzererlebnis übersetzen.

Definition

Im Handel definiert die User Experience die Wahrnehmung und Reaktion einer Person, wenn sie das Produkt nutzt oder erwartet, das Produkt zu nutzen. Im Internet wird dies auf eine Webseite übertragen: Wie beurteilt der Nutzer die Webseite? Was sind seine Erfahrungen mit der Webseite?

Zuletzt kann man den Begriff auch für mobile Endgeräte verwenden und wird daher mobile UX genannt. Bestimmt wird die User Experience abhängig von der Erwartungshaltung des Nutzers: Erfüllt die Webseite sein Ziel, dann ist sie positiv; wenn nicht, dann fällt die UX negativ aus.

Konzeption einer User Experience

Was gehört zur User Experience?

Viele machen den Fehler und verwechseln die User Experience mit der Nützlichkeit, der Usability. Dennoch ist die Usability nur einer von drei Teilen der UX; wobei der antike Architekt Vitruv diese Dreiteilung prägte – Festigkeit, Schönheit und Nützlichkeit. Übertragen auf eine Webseite ergibt sich diese Einteilung:

  • Schönheit und Ästhetik: Gefällt oder missfällt dem Nutzer die Optik und Gestaltung einer Webseite?
  • Zugänglichkeit: Ist die Webseite über verschiedene Endgeräte verfügbar wie Notebook, Smartphone, Desktop PC oder Tablet? Ist sie leicht erreichbar und einfach zu finden; wie lange dauert die Ladezeit?
  • Usability: Stiftet der Content und Funktionen der Webseite einen hohen Nutzen? Ist die Webseite einfach und effektiv zu bedienen?

Messung der User Experience

Zwar unterscheidet sich die UX von Person zu Person, dennoch ist sie messbar, und zwar mit „harten“ und „weichen“ Faktoren. Die „harten“ Faktoren: Darunter fallen die Ladezeit, die Verfügbarkeit der Webseite und das Responsive Design – wie sich die Webseite auf die Bildschirmgröße und das Endgerät einstellt.

Auf der anderen Seite sind die „weichen“ Faktoren schwieriger zu messen, weil Optik und Bedienung unterschiedlich bewertet werden. Trotzdem gibt es auch hierfür zwei Methoden:

  • Befragungen: Indem der Nutzer Fragen beantwortet, kann die UX festgestellt werden. Umso mehr Fragen er hierbei beantwortet, desto genauer und repräsentativer ist das Ergebnis.
  • Eye-Tracking: Spezielle Geräte messen die Augenbewegungen und Blicke eines Nutzers, wenn er die Internetseite betrachtet und nutzt. Daraus folgen zwei Ergebnisse: Was nehmen die Augen spontan wahr? Worauf reagiert der Nutzer am schnellsten?

Bedeutung für SEO

Ist die User Experience ein Rankingfaktor? Die Antwort steht noch aus. Dennoch meinen Experten, dass sie zumindest indirekt das Ranking beeinflusst. Dafür gibt es mehrere Kennzahlen, die wie ein Qualitätsindex das Ranking mitbestimmen können. Dazu zählen: die Verweildauer auf der Webseite, die Anzahl der wiederkommenden Besucher und die „Return to Search Rate“. Deshalb sollte man im SEO die User Experience nicht vernachlässigen, um dem Nutzer das bestmögliche Ergebnis zu liefern.

Fazit

Die User Experience ist die Empfindung, die ein Produkt oder eine Webseite im Nutzer auslöst. Dabei wird sie bestimmt durch die Erwartungshaltung des Nutzers; ob die UX sie erfüllt, oder nicht? Hierfür fasst sie drei Bestandteile unter einem Dach zusammen: die Schönheit, die Zugänglichkeit und die Usability. Zudem ist sie messbar, und das mit „harten“ Faktoren wie der Ladedauer oder schwieriger mit „weichen“ Faktoren wie der Optik. Ob sie einen direkten Einfluss auf das Ranking im SEO hat, ist bisher noch ungeklärt; dafür sind sich Experten sicher, dass sie zumindest indirekt als Qualitätsindex das Ranking mitbestimmt.